Liebe Studierende,
der Lehrstuhl für Governance bietet im kommenden WiSe 2026/27 ein Masterseminar zum Thema „Organizational Stigma in Polarized Societies“ (Seminarsprache: Englisch) an.
Das Masterseminar beschäftigt sich mit organisationaler Stigmatisierung in zunehmend polarisierten Gesellschaften. Unter organisationalem Stigma verstehen wir mit Devers et al. (2009: 155) „a label that evokes a collective stakeholder group-specific perception that an organization possesses a fundamental, deep-seated flaw that deindividuates and discredits the organization.“
Der Fokus in unserem Seminar liegt dabei auf der Frage, wie Organisationen mit Stigmatisierung umgehen, wie sie ihre gesellschaftliche Position reflektieren und welche Rolle gesellschaftliche Polarisierung für diese Prozesse spielt. Beispiele hierfür können Unternehmen in kontroversen Branchen, politisch exponierte Organisationen, soziale Bewegungen, Plattformen oder Organisationen sein, die in öffentlichen Debatten besonders stark unter Druck geraten.
Wir analysieren, wie gesellschaftliche Konflikte, mediale Aufmerksamkeit und moralische Auseinandersetzungen die Wahrnehmung von Organisationen prägen und welche Strategien Organisationen entwickeln, um mit Stigma, Kritik und öffentlicher Kontroverse umzugehen. Ziel des Seminars ist es, ein vertieftes Verständnis für die Dynamiken organisationaler Stigmatisierung in polarisierten gesellschaftlichen Kontexten zu entwickeln. Prüfungsleistungen sind Präsentationen des Arbeitsverlaufs sowie eine eigenständige, literaturgestützte, konzeptionelle oder qualitativ-empirische Seminararbeit.
Literaturvorschlag zur Einführung: Devers, C. E., Dewett, T., Mishina, Y., & Belsito, C. A. (2009). A general theory of organizational stigma. Organization Science, 20(1), 154–171. https://doi.org/10.1287/orsc.1080.0367.
Bitte bewerben Sie sich über unser Bewerbungsformular. Eine Bewerbung ist bis zum Beginn des Wintersemesters möglich! Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Tim Emmel.