Liebe Studierende,
auch im SoSe 2026 bietet der Lehrstuhl Governance ein Bachelorseminar an. Inhaltlich beschäftigen wir uns in diesem Semester mit kontroversen Geschäftsmodellen und Tätigkeitsfeldern.
Im Seminar untersuchen wir, wie Unternehmen Legitimität aufbauen, sichern oder zurückgewinnen, wenn sie in normativ kontroversen Tätigkeits- bzw. Geschäftsfeldern agieren (also in Bereichen, in denen Produkte, Produktionsweisen oder Geschäftsmodelle gesellschaftlich umstritten sind). Wir analysieren, welche Erwartungen zentrale Anspruchsgruppen (Kund:innen, Politik, NGOs, Investor:innen, Mitarbeitende, Öffentlichkeit) an „angemessenes“ unternehmerisches Handeln stellen und wie diese Erwartungen je nach Zeit, Kultur und Kontext variieren. Darauf aufbauend betrachten wir typische Strategien der Legitimation und Delegitimation – etwa Transparenz, Selbstregulierung und Standards, CSR/ESG-Kommunikation, Stakeholder-Dialoge, Lobbying, Symbolpolitik vs. substanziellen Wandel sowie den Umgang mit Skandalen und Krisen. Ziel ist es, die Spannungsfelder zwischen ökonomischem Erfolg, Reputation, regulatorischem Druck und moralischen Ansprüchen zu verstehen und anhand von geeigneten Fällen aus der Unternehmenspraxis beurteilen zu können, welche Maßnahmen unter welchen Bedingungen glaubwürdig und wirksam sind.
Fallstudien können von den Studierenden selbst gewählt werden und sind zu einer Vielzahl kontroverser Geschäftsfelder möglich, beispielsweise zu Fast-Fashion- und Beauty-Marken, Influencer-Marketing, Entertainmentformaten wie Reality TV und True Crime, der Rüstungs- und Sicherheitsbranche sowie Glücksspiel- und Sportwettenanbietern.
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen inkl. aktuellem Notenauszug, Lebenslauf und einem kurzen Motivationsschreiben (max. 0,5 Seiten) senden Sie bitte bis zum 19.01. unter folgendem Link an uns: https://www.wiwi.uni-passau.de/governance/studium/seminare/bewerbungsformular-seminararbeiten
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Herrn Emmel (tim.emmel@uni-passau.de).