Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Wandeln, Erneuern, Gestalten

Wandeln, Erneuern, Gestalten

Im Jahr 2012 hat sich die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät das Motto „Wandeln, Erneuern, Gestalten“ (WEG) gegeben, das das Leitbild der Fakultät inhaltlich unterstreicht. Diese drei Schlagworte sind kennzeichnend für die Lehr- und Forschungsaktivitäten der Fakultät, zum Beispiel im Hinblick auf die Fähigkeiten, die die Fakultät ihren Studierenden mit auf den WEG gibt. Die einzelnen Mitglieder der Fakultät haben formuliert, wie sie dieses Motto auf ihre Lehr- und Forschungsaktivitäten übertragen.

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Dr. Hans Achatz

Lehreinheit für Wirtschaftsinformatik

Prof. Dr. Stefan Bauernschuster

Prof. Dr. Stefan Bauernschuster

Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftspolitik

Stillstand ist Rückschritt

Stillstand ist Rückschritt. Gerade in der Wirtschaftsinformatik gilt dies in besonderem Maße. In allen Teilgebieten findet eine rasante Weiterentwicklung statt, der man sowohl in Forschung als auch in der Lehre folgen muss. Wir haben zum Beispiel zusammen mit der Firma GAMS eine Möglichkeit geschaffen, dass unsere Studierenden die kommerzielle Modellierungssoftware dieses Unternehmens im Rahmen unserer Lehrveranstaltungen kostenlos und ohne Beschränkung nutzen können.

Wandel und Veränderung sind omnipräsent

Wandel und Veränderung sind in unserer Gesellschaft omnipräsent. Vor diesem Hintergrund müssen sich auch wirtschaftspolitische Maßnahmen den sich stetig verändernden Gegebenheiten und Rahmenbedingungen der Gesellschaft anpassen und neu erfinden. Der demographische Wandel stellt für den Sozialstaat eine zentrale Herausforderung dar. Auch muss insbesondere die Familien- und Arbeitsmarktpolitik auf gesellschaftliche Ströme, wie die sich verändernde gesellschaftliche Rolle der Frau, entsprechend reagieren und Antworten geben.

Prof. Dr. Markus Diller

Prof. Dr. Markus Diller

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Taxation

Tanja Steinhuber

Lehreinheit für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre

Veränderung und Wandel als konstante Größe

Veränderung und Wandel haben sich zu einer konstanten Größe in unserer Gesellschaft entwickelt. Hiervon betroffen ist auch das Steuerrecht. Sich jährlich verändernde steuerliche Rahmenbedingungen zwingen Unternehmen zur kontinuierlichen Reflektion, Anpassung und Erneuerung ihrer Strategie. Nur Unternehmen, die sich diesen Erfordernissen nicht verschließen, ist es möglich, ihre Steuerlast oder -quote im Sinne des Shareholder Values innerhalb legaler Grenzen möglichst optimal zu gestalten.

Management des permanenten Werdens

Wandel wurde bisher als eine zeitlich begrenzte Übergangsphase von einem Zustand in den nächsten verstanden. Die wachsende Dynamik von Veränderungsprozessen erfordert hier jedoch ein Umdenken. Wandel und Veränderung vollziehen sich mittlerweile kontinuierlich und zeitgleich. Das hat Folgen: die Idee der effizienten Steuerung einer Übergangsphase zwischen zwei Zuständen muss durch die Idee des Managements permanenten Werdens ersetzten werden. Proaktives Gestalten tritt an die Stelle eines reaktiven Anpassungsverhaltens.

Prof. Dr. Oliver Entrop

Prof. Dr. Oliver Entrop

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finance und Banking

 

 

Dr. Oliver Farhauer

Dr. Oliver Farhauer

Lehreinheit für Volkswirtschaftslehre

Halbwertszeit von Wissen zunehmend reduziert

In einer sich kontinuierlich und immer schneller verändernden Umwelt reduziert sich die Halbwertszeit von Wissen zunehmend. Ziel guter universitärer Lehre muss es daher sein, nicht nur zu vermitteln, "WIE etwas aktuell funktioniert". Vielmehr ermöglicht erst ein tiefes Verständnis des "WARUM" eine schnelle, proaktive und innovative Gestaltung und Anpassung des "WIE" an sich verändernde Umweltsituationen und Anforderungen in Unternehmen und Gesellschaft.

Arbeitsmarkt vom Wandel betroffen

Der Wandel der Märkte ist marktwirtschaftlichen Systemen inhärent. Auch der Arbeitsmarkt, als ein extrem wichtiger Teilbereich unserer Gesellschaft, ist wesentlich davon betroffen. Ständig entstehen dort neue Probleme, über die sich viele Experten den Kopf zerbrechen – sei es über eine als zu hoch empfundene Arbeitslosigkeit, über den Fachkräftemangel, über neue Beschäftigungsformen, oder über das Ende der Normalarbeitsverhältnisse. Nur mit der Hilfe moderner Arbeitsmarkttheorien und empirischer Methoden können diese Probleme adäquat analysiert werden und passende Antworten für die wirtschaftspolitische Praxis gefunden werden.

Prof. Dr. Marina Fiedler

Prof. Dr. Marina Fiedler

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Management, Personal und Information

Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff

Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff

Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftstheorie

Wandel aktiv gestalten

Wir vermitteln Kompetenzen und Fähigkeiten, die helfen, Wandel aktiv zu gestalten und Erneuerung von Organisationen zu ermöglichen. Unsere Studierende lernen daher nicht nur Wandlungsprozesse zu verstehen, sondern trainieren auch ihre eigenen Fähigkeiten, durch permanentes Lernen Veränderungsprozesse zu erleben und zu gestalten. Wir unterstützen dies durch die Ergebnisse unserer Forschung, die aufzeigen, welche Faktoren das Gelingen von Wandlungsprozessen beeinflussen und wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu befähigt werden können, diese Prozesse aktiv mitzugestalten.

Motivation und Kontexte verstehen

Finanzkrise, Klimakatastrophe, Korruption, organisierte Verantwortungslosigkeit. Gemäß den täglichen Pressemeldungen scheint sich vieles zum Schlechten zu wandeln. Aber Moral und Wohlstand haben eine Chance, wenn wir die Abstimmung zwischen individueller Motivation und systemischen Kontexten besser verstehen und erneuern. Der Lehrstuhl widmet sich diesen Themen in Forschung und Lehre, um die Systeme der Zukunft zu gestalten.

Prof. Dr. Michael Grimm

Prof. Dr. Michael Grimm

Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Development Economics

Prof. Dr. Harry Haupt

Prof. Dr. Harry Haupt

Lehrstuhl für Statistik

Internationalität und Interdisziplinarität

Die Universität Passau steht für Internationalität und Interdisziplinarität. Um diesen Wettbewerbsvorteil zu halten, bedarf es einer ständigen Anpassung an ein sich schnell wandelndes internationales Arbeits- und Forschungsumfeld. Wir erhoffen uns, noch mehr internationale Studierende nach Passau zu ziehen, nicht nur aus dem europäischen Ausland, sondern auch aus Lateinamerika, Afrika und Asien. Denn dort liegen die Märkte der Zukunft. Darüber hinaus wollen wir Passau als wichtigen Player in der entwicklungsökonomischen Forschung und der Politikberatung etablieren.

Wissensaufbau durch Verständnis

Learn not pretend to learn: Dies bedingt einen Wandel des oft anzutreffenden Lernverständnisses an Universitäten. Wissen soll durch Verständnis und zumindest nicht vornehmlich durch Replikation aufgebaut werden. Damit diese Erneuerung im Lernverständnis gelingen kann, muss von Lehrenden und Lernenden ein ehrlicher Umgang mit und Dialog über Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gepflegt werden.

Prof. Dr. Carolin Häussler

Prof. Dr. Carolin Häussler

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Organisation, Technologiemanagement und Entrepreneurship

Prof. Dr. Carola Jungwirth

Prof. Dr. Carola Jungwirth

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Management

Wandel birgt immer auch Chancen

Der Druck auf Organisationen sich stetig neu zu erfinden – "innovativ zu sein" – nimmt zu. Branchenumfeld, eingesetzte Technologien und erfolgsversprechende Geschäftsmodelle Wandeln sich. Etablierte Unternehmen müssen die Basis ihres Erfolgs stetig Erneuern, müssen mit dem Wandel Schritt halten. Wandel birgt immer auch Chancen. Unternehmensgründer und innovative Unternehmen Gestalten die Zukunft mit. Wir unterstützen Studierende dabei, ihren "WEG" einzuschlagen.

Lokaler und globaler Brückenschlag

Unser Lehrstuhl schlägt die Brücke zwischen den Bedingungen des heimischen, lokalen Marktes und den Anforderungen des globalen Wettbewerbs. Kompetenzen, die Unternehmen auf lokaler Ebene seit vielen Jahrzehnten und zum Teil Jahrhunderten aufgebaut haben, sind oft dieselben Kompetenzen, die ihnen im globalen Wettbewerb Vorteile verschaffen. Wir vermitteln in Forschung und Lehre, dass Wandeln, Erneuern, Gestalten sowie Bewahren und Pflegen von Wissenstraditionen eng miteinander verbunden und strategisch aufeinander angewiesen sind.

Prof. Dr. Andreas König

Prof. Dr. Andreas König

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Technologie, Innovation und Entrepreneurship

Prof. Dr. Jan Krämer

Prof. Dr. Jan Krämer

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Internet- und Telekommunikations-wirtschaft

Verantwortlich denken und handeln

Je mehr traditionelle Denkmodelle – einschließlich Technologien – in Frage gestellt werden und je komplexer Entscheidungen werden, umso mehr müssen Unternehmerinnen und Unternehmer innovativ, engagiert, vernetzt, kritisch, strategisch und vor allem verantwortlich denken und handeln. Unser Ziel ist es, in Forschung und Lehre Unterstützung bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu leisten und junge Erwachsene zu kreativen, unternehmerisch und gleichzeitig verantwortlich handelnden Entscheidungsträgern auszubilden.

Den digitalen Wandel gestalten

Die Internet- und Telekommunikationsbranche ist die Schlüsselindustrie für den digitalen Wandel. Sie generiert nicht nur eine Vielfalt an digitalen Inhalten und Diensten, die unser Leben verändert haben, sondern stellt auch die Netze zur Verfügung, die unsere digitalen Daten transportieren. Unser Ziel ist es, Internet- und Telekommunikationsmärkte aktiv zu gestalten, um so den digitalen Wandel voranzutreiben.

Prof. Dr. Sebastian Krautheim

Prof. Dr. Sebastian Krautheim

Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt International Economics

Prof. Dr. Franz Lehner

Prof. Dr. Franz Lehner

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik II

Wirtschaft und Gesellschaft aktiv mitgestalten

Gerade im Bereich der internationalen Wirtschaftsbeziehungen manifestieren sich die gesellschaftlichen und ökonomischen Umbrüche unserer Zeit. Ein zentrales Ziel meiner Arbeit ist es, unsere Studierenden in die Lage zu versetzen, diesen Wandel sachkundig, offen und kritisch zu analysieren. So sind sie an ihren zukünftigen Wirkungsstätten in der Lage, Strukturen zu erneuern – wo nötig aber auch zu erhalten – und auf diese Weise die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Fortschritt lebt von Wissensaustausch

Die Wirtschaftsinformatik unterstützt Unternehmen und Organisationen bei der wirtschaftlichen Nutzung von Informationstechnologien und -systemen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für nachhaltiges Handeln in einer komplexer gewordenen Umwelt und tragen zur Sicherung der Wandlungsfähigkeit und Erneuerung bei. Die Wirtschaftsinformatik ist ein wesentlicher Motivator bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen in Wirtschaft und Verwaltung. Ein wichtiger Baustein und gleichzeitig Schwerpunkt am Lehrstuhl ist das Wissensmanagement, denn der Fortschritt lebt vom Austausch des Wissens!

Prof. Dr. Manuela Möller

Prof. Dr. Manuela Möller

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Accounting and Auditing

Prof. Dr. Robert Obermaier

Prof. Dr. Robert Obermaier

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Accounting und Controlling

Regulierung und Veränderung der Märkte

Die Fortentwicklung internationaler Rechnungslegungssysteme schreitet mit rasantem Tempo voran. Diese Entwicklung und die zu beobachtende Bilanzierungspraxis stellten sich in der jüngeren Vergangenheit aber nicht immer problemlos dar. Bilanzskandale und deren Folgewirkungen zogen nicht nur eine weltweit zu beobachtende Regulierungswelle in Form von verschärften Vorschriften zur Überwachung des Berufsstandes der Wirtschaftsprüfer, sondern auch gravierende Veränderungen in der Struktur nationaler Prüfungsmärkte nach sich.

Wandel erhöht den Anpassungsbedarf

"Nur der Wechsel allein ist das Beständige" hat Schopenhauer formuliert. Zeiten des Wandels erhöhen den Anpassungs- und Gestaltungsbedarf für Unternehmen, steigende Unsicherheit erhöht die Komplexität unternehmerischer Entscheidungen. Controlling sorgt dafür, dass Unternehmen steuerbar sind, sich an eine stetig ändernde Umwelt anpassen und koordiniert agieren können.

Prof. Dr. Michael Scholz

Prof. Dr. Michael Scholz

Juniorprofessur für Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt E-Commerce

Prof. Dr. Jan H. Schumann

Prof. Dr. Jan H. Schumann

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing und Innovation

Wandel zu adaptiven Angeboten

Nachdem ein Wandel von statischen herstellerkontrollierten E-Commerce Angeboten hin zu benutzerzentrierten Angeboten stattgefunden hat, findet nun ein Wandel hin zu adaptiven Angeboten statt. Möglich werden diese jedoch nur durch eine Erneuerung technischer Systeme, der bislang angewandten Auswertungsmethoden aber auch der betriebswirtschaftlichen Sichtweise auf das Management von E-Commerce Angeboten. Deren Gestaltung hängt daher immer stärker auch vom Wissen über den Umgang mit großen Datenmengen ab.

Neue Formen der Kommunikation

Das Internet hat das Kommunikationsverhalten fundamental gewandelt und zu neuen Formen des Informationsverhaltens geführt. Neue Marketingkanäle, wie z. B. das Online-Marketing, ebnen den Weg für eine neue Form der Kommunikation mit dem Kunden oder der Kundin. Es findet nun ein Dialog mit dem Kunden bzw. der Kundin statt, der von Kunden nicht nur angestoßen, sondern maßgeblich beeinflusst wird. In dieser Situation kommt der Forschung eine entscheidende Rolle zu, denn wissenschaftliche Erkenntnisse helfen, diese neuen Möglichkeiten besser zu verstehen und zu gestalten.

Prof. Dr. Dirk Totzek

Prof. Dr. Dirk Totzek

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing und Services

Prof. Dr. Niklas Wagner

Prof. Dr. Niklas Wagner

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzcontrolling

Marketing von ständigem Wandel geprägt

Marketing ist von ständigem Wandel geprägt. Die Entwicklung der digitalen Medien hat Geschäftsmodelle revolutioniert. Das Konsumverhalten der "digital Natives" unterscheidet sich grundlegend von dem vorheriger Generationen. Somit muss sich auch die Marketingausbildung stetig erneuern, aktuelle Entwicklungen aufgreifen und diese kritisch begleiten. Nicht alles, was als neues Konzept und als "In" angepriesen wird, ist es aber zwangsläufig. Wir möchten Studierende dafür sensibilisieren, kurzlebige Trends von fundamentalen Neuerungen zu unterscheiden.

Wandel durch Krisen

Wandel wird auf Finanzmärkten oftmals durch unvermutet auftretende Krisen ausgelöst. Dabei werden bisher anerkannte Vorgehensweisen oder vermutete Risiken plötzlich neu evaluiert. Als Folge findet eine Veränderung der Erwartungen und eine Umgestaltung von Abläufen statt, wobei das Finanzcontrolling dann Methoden anpasst und verfeinert. Kontinuierlicher wissenschaftlicher Fortschritt verbessert somit die Methoden im Umgang mit Unternehmensprozessen, Märkten und Risiken.